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Politisch motivierte Morde: Die vollständigste Liste
32 min 2025-04-25

Liste der politisch motivierten Morde

Im Zeitraum vom Jahr 2000 bis 2024 gab es in Deutschland 152 Todesopfer durch rechte, 28 islamistische, 8 christliche und 2 durch linke politisch motivierte Taten. Während immer wieder unterschiedlichste Zahlen kursieren, bringt folgende Liste eine transparente Aufschlüsselung mit Quellenangaben.

Die Gegenüberstellung von Opferzahlen dient nicht der Verharmlosung von Gefahren, sondern der Einschätzung, wo ein höheres Gefahrenpotenzial besteht. Es wird als politisch motiviert bewertet, wenn Indizien auf eine radikale politische Gesinnung im Zusammenhang mit der Tötung stehen. Es handelt sich also nicht um staatliche Einordnungen, die anhand von Listen wie dieser in der Vergangenheit schon mehrfach Taten nachträglich neu einstufte.

Politisch motivierte Todesopfer vom Jahr 2000 bis 2024

Hinweis: Während die Tabelle immer auf dem neuesten Stand gehalten wird, erneuert sich die Grafik immer nach Jahresabschluss. Uns unbekannte Taten bitte jederzeit durch das Formular unter dem Artikel einreichen.

Methodische Vorbemerkungen zur Datenerhebung und Kategorisierung

Die vorliegende Zusammenstellung politisch motivierter Gewalttaten basiert auf der systematischen Auswertung bereits existierender Listen sowie ergänzender eigener Recherchen. Viele dieser Quellen wiesen erhebliche Lücken auf, insbesondere hinsichtlich der dokumentierten Tatdetails und Quellenangaben. Um eine konsistente und nachvollziehbare Datengrundlage zu schaffen, wurden alle Fälle einzeln überprüft, fehlende Informationen ergänzt und, wo nötig, durch zusätzliche Quellenrecherche validiert.

Bislang existierte keine einheitliche, politikfeldübergreifende Systematisierung solcher Taten. Daher wird hier ein eigener Kategorisierungsansatz vorgeschlagen, der sowohl die ideologische Motivation der Täter als auch die konkreten Auswirkungen auf die Opfer berücksichtigt.

Definition politisch motivierter Gewalt

Eine Tat wird als politisch motiviert eingestuft, wenn entweder

  1. der Täter selbst eine ideologische Begründung für seine Handlung angibt oder
  2. nachweislich ein ideologisches Umfeld existiert, das das Weltbild des Täters prägte und in einem kausalen Zusammenhang mit der Tat steht.

Indizien für eine solche Motivation können unter anderem sein:

  • eine erkennbare Radikalisierung im Vorfeld der Tat,
  • die gezielte Beschaffung von Waffen oder Tatmitteln,
  • öffentliche Bekundungen oder digitale Spuren, die auf eine ideologische Prägung hindeuten.

Aufgenommen wurden alle Taten, die diesen Kriterien entsprechen – unabhängig von der konkreten Ausführung oder der Anzahl der Betroffenen.

Struktur der Datentabelle

Die folgende Tabelle gliedert sich in vier Spalten:

  1. Datum: Das genaue Datum der Tat.
  2. Ereignis: Eine knappe Zusammenfassung des Vorfalls mit hervorgehobenem Tatort. Zudem wird die politische Motivation erläutert, sofern diese nicht bereits aus dem Kontext hervorgeht.
  3. Opferzahlen: Die Gesamtzahl der Todesopfer und Verletzten. Da die Schwere der Verletzungen in vielen Fällen nicht einheitlich dokumentiert ist, wird auf weiterführende Quellen verwiesen.
  4. Tote: Namen der getöteten Personen (sofern öffentlich bekannt), jeweils mit Alter in Klammern. Falls der Täter selbst zu den Todesopfern zählt, wird dies gesondert vermerkt.

Neben der jeweiligen Überschrift findet sich die Gesamtzahl der Toten und Verletzten seit dem Jahr 2000.

Einschränkungen und Transparenz

Um den Fokus auf die Opfer zu legen, werden die Namen der Täter nur dann genannt, wenn sie für das Verständnis der Tat relevant sind. Ausführlichere Hintergründe zu den Tätern finden sich in den verlinkten Quellen.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll als Grundlage für weitere Analysen dienen. Insbesondere bei älteren Fällen sind Lücken in der Berichterstattung möglich. Dennoch bietet sie einen umfassenderen Überblick als bisher verfügbare Zusammenstellungen.

Vollständigen Tabellen

Aus gegebener Methodik ergeben sich folgende Tabellen, die sorgfältig recherchiert und nachvollziehbar gemacht wurden. Bei Bekanntwerden von noch nicht gelisteten Taten oder zu korrigierenden Einstufungen bitten wir, umgehend das Formular unter dem Artikel zu nutzen.

Politisch motivierte Opfer vom Jahr 2000 bis 2024

Rechtsextremismus - 152 Tote und 326 Verletzte

Datum Ereignis Opferzahlen Tote
20. Dezember 2024 Der Emigrant aus Saudi-Arabien, Taleb A., soll in Magdeburg in die Menschenmenge eines Weihnachtsmarktes gefahren sein. Er habe dies aus islamfeindlichen Motiven getan. Auf Twitter sympathisierte er unter anderem mit der AfD. Sowohl seine Herkunft als auch das Anschlagsziel passen zwar nicht in das klassische Bild eines Rechtsextremen, doch scheint diese Ideologie dennoch maßgeblich auf den Anschlag hingewirkt zu haben. [Q: MDR] 6 Tote, 299 Verletzte
23. Juli 2024 Der 40-jährige Tatverdächtige Werner P. soll im Wahn, Deutschland „befreien“ zu müssen, auf zwei Jugendliche losgegangen sein, die für ihn augenscheinlich Muslime waren. Er stach ihnen mit einem Messer in Rücken und Brust. Ursprung ist vermutlich eine Ausländerfeindlichkeit. [Q: BILD][Q: Focus][Q: NTV] 2 Verletzte
26/27. Mai 2024 In Mönchengladbach wurde mit einem Ziegelstein mit der Aufschrift „Euthanasie ist die Lösung“ die Tür eines Wohnheims für Menschen mit Behinderung eingeworfen. Dies soll auf das „Euthanasieprogramm“ von Hitler referenzieren, das zur Ermordung tausender Menschen führte. Der Täter konnte jedoch nicht ermittelt werden. [Q: WDR][Q: NTV]
25. März 2024 Durch eine Brandstiftung in Solingen auf ein Wohnhaus mit überwiegend ausländischen und asylsuchenden Bewohnern verbrannte eine ganze Familie, viele weitere wurden verletzt. Im Haus des mutmaßlichen Täters wurde eine Festplatte mit 166 einschlägig rassistischen Inhalten gefunden. Die Brandstiftung fand am Jahrestag der Reichspogromnacht statt. Der Angeklagte hatte sich zudem auch selbst in einem Chat rassistisch geäußert. [Q: Aachener Zeitung] 4 Tote, 21 Verletzte Eltern (28), (29), Tochter (3), Tochter (Wenige Monate)
23. Dezember 2023 Ein nun wegen Totschlags verurteilter Deutscher tötete in Rickenbach in einer Unterkunft für Asylsuchende. In dessen Zuhause fanden sich rechtsradikale Schriften aus der NS-Zeit. Inspiriert habe er sich an einem norwegischen Film. [Q: Tagesschau] 1 Tote Mahdi B. (38)
25. September 2023 In Herborn wurde bei einer Brandstiftung ein 38-jähriger Mann schwer verletzt. Das Nachbarhaus, das von Asylsuchenden bewohnt wird, war mit Hakenkreuzen, der Zahl 88 (steht für den Hitler-Gruß) und dem Schriftzug „Verpisst euch“ beschmiert. Inwieweit die Beschmierungen mit dem Brand in Verbindung stehen, wird weiterhin abschließend geklärt. [Q: Hessenschau] 1 Verletzte Mann (38)
22. März 2023 Bei der Hausdurchsuchung eines Reichsbürgers in Reutlingen wurde ein SEK-Beamter vom tatverdächtigen Markus L. angeschossen. Dieser soll die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland ablehnen. [Q: RND] 1 Verletzte
10. Februar 2023 Berlin-Französisch Buchholz [Q: TAZ] 1 Tote Yazy Almiah (44)
4. Dezember 2021 Familienmorde in Königs Wusterhausen-Senzig [Q: rbb24] 4 Tote Linda Richter (40), Leni Richter (10), Janni Richter (8), Rubi Richter (4)
18. September 2021 Ein 50-Jähriger setzte in einer Tankstelle in Idar-Oberstein einen tödlichen Schuss ab. Ursache soll die Aufforderung zur Einhaltung der Maskenpflicht gewesen sein. Nach Ansicht des Gerichts war die rechtsradikale Einstellung des 50-Jährigen und seine Feindschaft gegen den Staat das Hauptmotiv für die Tat. [Q: Rheinpfalz] 1 Tote Alexander W. (20)
19. Mai 2021 Beim Dreifachmord in Dänischenhagen und Kiel tötete ein 48-jähriger Zahnarzt seine von ihm getrennt lebende Frau und zwei Männer. Er soll rechtsextrem orientiert gewesen sein. Es wurde bekannt, dass er im Besitz von Schriftstücken mit Bezug zum Nationalsozialismus und einer Pistole mit der Aufschrift "In Verbundenheit - Adolf Hitler" gewesen sein soll. Die rechtsextreme Ideologie soll ihn geprägt haben. [Q: Zeit][Q: Spiegel] 3 Tote Hanna Fischer (43), Tobias Häger (53), Carsten Büller (52)
17. August 2020 Zweibrücken [Q: Saarbruecker Zeitung] 1 Tote Sascha L. (40)
14. Juli 2020 Mahlow 1 Tote Noël Martin (61)
16. Mai 2020 Dortmund 1 Tote Ibrahim Demir (41)
7. April 2020 Celle 1 Tote Arkan Hussein Khalaf (15)
12. Februar 2020 Altenburg 1 Tote Mario K. (52)
19. Februar 2020 Anschlag in Hanau 2020 10 Tote Gökhan Gültekin (37), Ferhat Unvar (22), Hamza Kurtović (22), Mercedes Kierpacz (35), Sedat Gürbüz (30), Kalojan Welkow (32), Vili Viorel Păun (23), Fatih Saraçoğlu (34), Said Nessar El Hashemi (21), Gabriele Rathjen (72)
9. Oktober 2019 Anschlag in Halle (Saale) 2019 2 Tote Jana Lange (40), Kevin Schwarze (20)
20. Juli 2019 Erfurt 1 Tote Sadnia Rachid (32)
2. Juni 2019 Istha 1 Tote Walter Lübcke (65)
26. April 2019 Hamburg-Eppendorf 1 Tote William Tonou-Mbobda (34)
18. April 2018 Aue (Sachsen) 1 Tote Christopher W. (27)
17. April 2018 Neunkirchen-Wiebelskirchen 1 Tote Philipp W. (38)
1. April 2018 Bergisch Gladbach 1 Tote Bilal A. (30)
5. Februar 2018 Plauen 2 Tote Deutsche (22), Deutscher (25)
8. Dezember 2017 Katlenburg-Lindau 1 Tote Christian Sonnemann (37)
23. September 2017 Köln 1 Tote Atilla Özer
8. Mai 2017 Homburg/Saar-Schwarzenacker 1 Tote Ramona Sorce (42)
18. April 2017 Cottbus 1 Tote Shaden M. (22)
1. März 2017 Döbeln 1 Tote Ruth K. (85)
Dezember 2016 Gersthofen 2 Tote Beate N. (49), Elke W. (50)
13. November 2016 Köln 1 Tote Sebastian S. (29)
20. Oktober 2016 Georgensgmünd 1 Tote Daniel Ernst (32)
20. September 2016 Berlin-Lichtenberg 1 Tote Eugeniu Botnari (34)
10. September 2016 Waldbröl 1 Tote Klaus B. (40)
22. Juli 2016 Anschlag in München 2016 9 Tote Sevda Dag (45), Hüseyin Dayicik / Chousein Daitzik (17), Selcuk Kilic (15), Giuliano Josef Kollmann (19), Can Leyla (15), Janos Roberto Rafael (15), Armela Segashi (14), Sabine Sulaj (14), Dijamant Zabergja (20)
1. Februar 2016 Berlin-Charlottenburg 1 Tote Jim Reeves (47)
20. September 2015 Berlin 1 Tote Luke Holland (31)
14. September 2014 Stralsund 1 Tote Oussame Daniba (21)
23. Oktober 2014 Limburg 1 Tote Charles Werabe (55)
14. März 2014 Herford 1 Tote Dano M. (5)
24. Januar 2014 Mönchengladbach-Rheindahlen 1 Tote Dorothea S.
17. Juli 2013 Kaufbeuren 1 Tote Konstantin Moljanov (34)
27. Oktober 2012 Hannover 1 Tote Andrea B. (44)
30. September 2012 Butzow 1 Tote Karl Heinz Lieckfeldt (59)
17. Juni 2012 Suhl 1 Tote Klaus-Peter Kühn (59)
5. April 2012 Berlin-Neukölln 1 Tote Burak Bektaş (22)
4. Oktober 2011 Laichingen 1 Tote Mühittin L. (44)
1. Juni 2011 Oschatz 1 Tote André Kleinau (50)
27. März 2011 Neuss 1 Tote Duy-Doan Pham (59)
9. März 2011 Wiesbaden 1 Tote Kestutis V.
24. Oktober 2010 Leipzig 1 Tote Kamal Kilade (19)
22. Mai 2010 Kamp-Lintfort 1 Tote Klaus B. (51)
14. Mai 2010 Hemer 1 Tote Sven M. (27)
3./4. Oktober 2009 Limburg 1 Tote Andy Schubert (45)
1. Juli 2009 Dresden 1 Tote Marwa El-Sherbini (31)
17. Januar 2009 Ilmenau 1 Tote Lars Rehbeil (28)
6. September 2008 Leipzig 1 Tote Karl-Heinz Teichmann (59)
24. August 2008 Bernburg 1 Tote Marcel Wisser (18)
16. August 2008 Magdeburg 1 Tote Rick Langenstein (20)
6. August 2008 Berlin 1 Tote Nguyen Tan Dung (19)
1. August 2008 Dessau 1 Tote Hans-Joachim Sbrzesny (50)
22. Juli 2008 Templin 1 Tote Bernd Köhler (55)
26. April 2008 Memmingen 1 Tote Peter Siebert (40)
20. Februar 2008 Leer 1 Tote Bianca B. (27)
3. Februar 2008 Wohnhausbrand in Ludwigshafen am Rhein 9 Tote Ilyas Calar (2), Kennan Kaplan (2), Kamil Kaplan (3), Karanfil Kaplan (4), Dilara Kaplan (11), Döne Kaplan (21), Hülya Kaplan (31), Medine Kaplan (48), Belma Özkapli (22)
7. Oktober 2007 Frankfurt (Oder) 1 Tote Holger Urbaniak (49)
7. September 2007 Hannover 1 Tote Jenisa Muja (8)
24. Juli 2007 Blankenburg (Harz) 1 Tote Obdachloser (59)
14. Juli 2007 Brinjahe 1 Tote M. S. (17)
25. April 2007 Heilbronn 1 Tote Michèle Kiesewetter (22)
1. Januar 2007 Wismar 1 Tote Andreas F. (30)
September 2006 Frankfurt/Oder 1 Tote Hans-Jürgen Sch. (56)
10. Juli 2006 Cottbus 1 Tote Jürgen G. (51)
6. Mai 2006 Plattling 1 Tote Andreas Pietrzak (41)
6. April 2006 Kassel 1 Tote Halit Yozgat (21)
4. April 2006 Dortmund 1 Tote Mehmet Kubaşık (39)
1. März 2006 Rheda-Wiedenbrück 1 Tote Fevzi Ufuk (68)
26. November 2005 Bad Buchau 1 Tote Tim Maier (20)
1./3. Juli 2005 Essen 1 Tote Obdachloser (44)
15. Juni 2005 München 1 Tote Theodoros Boulgarides (41)
9. Juni 2005 Nürnberg 1 Tote İsmail Yaşar (50)
28. März 2005 Ein 17-Jähriger, der in der rechten Szene fest verankert war ermordete in Dortmund einer Punker mit einem Stich ins Herz. Er sah zu diesem Zeitpunkt Punker als "Zecken" an, so eine Studie des BKA in 2024, die den Fall neu einstufen ließ. [Q: Ruhrnachrichten][Q: Nordstadtblogger] 1 Tote Thomas Schulz (32)
18. Februar 2005 Magdeburg 1 Tote Obdachloser (51)
Januar 2005 Stuttgart 1 Tote Behinderter Obdachloser
5. Juni 2004 Güsten 1 Tote Edgar R. (47)
25. Februar 2004 Rostock 1 Tote Mehmet Turgut (25)
31. Januar 2004 Burg 1 Tote Martin Görges (46)
20. Januar 2004 Gera/Bieblach-Ost 1 Tote Oleg Valger (27)
19. Dezember 2003 Heidenheimer Diskothekenmorde 3 Tote Viktor Filimonov (15), Waldemar Ickert (16), Aleksander Schleicher (17)
6. Dezember 2003 Brandanschlag in Kandel (Pfalz) 2 Tote Petros C. (22), Stefanos C. (23)
7. Oktober 2003 Morde in Overath 3 Tote Hartmut Nickel (61), Alja Nickel (26), Mechthild Bucksteeg (53)
4. Oktober 2003 Leipzig 1 Tote Thomas K. (16)
10. Juli 2003 Scharnebeck 1 Tote Gerhard Fischhöder (49)
22. April 2003 Riesa 1 Tote Günter T. (35)
29. März 2003 Frankfurt (Oder) 1 Tote Enrico Schreiber (25)
27. März 2003 Wiesbaden 1 Tote Jeremiah Duggan (22)
21. März 2003 Naumburg 1 Tote Andreas Oertel (40)
25. Januar 2003 Erfurt 1 Tote Hartmut Balzke (48)
7. Dezember 2002 Freienlande 1 Tote Wolfgang Hühr (35)
27. November 2002 Altdorf 1 Tote Zygmunt Rudnicha (53)
10. August 2002 Sulzbach 1 Tote Ahmet Sarlak (19)
13. Juli 2002 Potzlow 1 Tote Marinus Schöberl (16)
30. Juni 2002 Wurzen 1 Tote Christa G. (64)
1. Juni 2002 Neu Mahlisch 1 Tote Ronald Masch (29)
23. Mai 2002 Wittstock 1 Tote Kajrat Batesov (24)
15. Mai 2002 Neubrandenburg 1 Tote Klaus Dieter Lehmann (19)
5. November 2001 Berlin-Hellersdorf 1 Tote Ingo Binsch (36)
9. September 2001 Walow-Strietfeld 1 Tote Yvonne Polzin (31)
9. September 2001 Bräunlingen 1 Tote Arthur Lampel (18)
29. August 2001 München 1 Tote Habil Kılıç (38)
17. August 2001 Fulda 1 Tote Dorit Botts (54)
9. August 2001 Dahlewitz 1 Tote Dieter Manzke (61)
9. August 2001 Wittenberge 1 Tote Klaus-Dieter Harms (61)
6. Juli 2001 Witten 1 Tote Frank H. (33)
27. Juni 2001 Hamburg-Bahrenfeld 1 Tote Süleyman Taşköprü (31)
13. Juni 2001 Nürnberg 1 Tote Abdurrahim Özüdoğru (49)
24. Mai 2001 Bad Blankenburg 1 Tote Axel Urbanietz (27)
22. April 2001 Jarmen 1 Tote Mohammed Belhadj (31)
28. März 2001 Milzau 1 Tote Willi Worg (38)
26. März 2001 Grimmen 1 Tote Fred Blank (51)
25. November 2000 Greifswald 1 Tote Eckhardt Rütz (42)
4. November 2000 Belzig 1 Tote Belaid Baylal (42)
8. Oktober 2000 Neu-Isenburg 2 Tote Aysel Özer (22), Seydi Vakkas Özer (47)
5. Oktober 2000 Freiberg 1 Tote Obdachloser
13. September 2000 Schleswig 1 Tote Malte Lerch (45)
11. September 2000 Nürnberg 1 Tote Enver Şimşek (38)
19. August 2000 Neubrandenburg 1 Tote Toni Beustier (15)
15. August 2000 Greifswald 1 Tote Jana Gundula Klein (24)
27. Juli 2000 Düsseldorf-Wehrhahn 1 Tote Ungeborenes Kind
24. Juli 2000 Ahlbeck 1 Tote Norbert Plath (51)
9. Juli 2000 Wismar 1 Tote Jürgen Seifert (52)
24. Juni 2000 Greifswald 1 Tote Klaus-Dieter Gerecke (47)
14. Juni 2000 Waltrop (Polizistenmorde von Dortmund und Waltrop) 2 Tote Yvonne Hachtkemper (34), Matthias Larisch von Woitowitz (34)
14. Juni 2000 Dortmund (Polizistenmorde von Dortmund und Waltrop) 1 Tote Thomas Goretzky (35)
14. Juni 2000 Dessau 1 Tote Alberto Adriano (39)
31. Mai 2000 Eberswalde 1 Tote Falko Lüdtke (22)
24. Mai 2000 Berlin-Buch 1 Tote Dieter Eich (60)
29. April 2000 Halberstadt 1 Tote Helmut Sackers (60)
1. April 2000 Güstrow 1 Tote Rainer Gerecke (49)
17. März 2000 Berlin-Wedding 1 Tote Jugosloven (Slovo) Ignjatovic (51)
31. Januar 2000 Weißwasser 1 Tote Bernd Schmidt (52)

Islamismus - 28 Tote und 175 Verletzte

Datum Ereignis Opferzahlen Tote
21. Februar 2025 Beim großen Holocaust Denkmal in Berlin wollte ein 19-Jähriger Syrer "Juden töten". Dabei Attackierte er einen 30-Jährigen Spanischen Trouristen. Er soll diesem Mehrfach in den Oberkörper und Hals gestochen haben, sodass er notoperiert und kurzzeitig ins künstliche Koma versetzt werden musste. Es wird von einer religiösen Motivation ausgegangen, da bei Festnahme im Rucksack Koranverse und Gebetsteppich gefunden wurden. Zusätzlich soll eine Verbindung zum Nahostkonflikt bestehen. [Q: Tagesschau] 1 Verletzte
13. Februar 2025 Ein 24-jähriger Afghane soll absichtlich in eine Verdi-Demonstration in München gefahren sein. Nach Aussage der Polizisten rief der Fahrer im Anschluss „Allahu Akbar“, was stark auf eine islamistische Motivation hindeutet. [Q: RND] 2 Tote, 54 Verletzte
25. Januar 2025 Zwei syrische Staatsbürger sollen einem Augenzeugen nach einer kurdischen Demonstration in Kiel Parolen des Islamischen Staates zugerufen haben. Wenig später habe einer der beiden dreimal versucht, einem kurdischen Demonstranten das Messer in den Hals zu ramme, und als dies nicht gelang, stach er es einem anderen in den Unterleib. Die Aggressoren flohen, der verletzte 28-Jährige brach zusammen. Nach einer Notoperation im Krankenhaus kam er aus der Lebensgefahr heraus. [Q: KN Online] 1 Verletzte
6. September 2024 In Linz am Rhein betrat ein mutmaßlicher Islamist eine Polizeiwache mit einer Machete und kündigte an, Polizisten töten zu wollen. Die Polizei überwältigte den Täter mit einem Taser, bevor Schlimmeres passierte. Dieser wurde dabei leicht verletzt. Er soll "Allah Huakbar" gerufen haben, und in seinem Zuhause fand man eine an die Wand gezeichnete Flagge des IS. [Q: RND]
5. September 2024 Der Österreicher Emrah I. wollte mutmaßlich einen Terroranschlag auf das Generalkonsulat Israels in München verüben. Die Polizei stoppte ihn dabei mit Schüssen, an denen er verstarb. Er soll den österreichischen Behörden bereits durch Propaganda für den IS bekannt gewesen sein. Zudem fanden deutsche Behörden Daten zu einem islamistischen Terrorspiel auf seinem Computer. [Q: Tagesschau] 1 Tote (Täter)
23. August 2024 Ein 26-jähriger Syrer stach auf einem Stadtfest in Solingen auf mehrere Personen ein. Der „Islamische Staat“ reklamierte den Anschlag für sich. [Q: Tagesschau][Q: NOZ] 3 Tote, 8 Verletzte Mann (67), Frau (56), Mann (56)
31. Mai 2024 Ein 25-jähriger Afghane griff auf dem Marktplatz in Mannheim sowohl einen islamfeindlichen Aktivisten als auch Passanten und Polizisten mit einem Messer an. [Q: SWR] 1 Tote, 6 Verletzte Rouven Laur (29)
9./18. April 2023 Ein Täter tötete in Duisburg mit einem Messer eine Person und verletzte teils lebensgefährlich vier weitere Menschen. Er reklamierte für sich, im Auftrag des IS gehandelt zu haben. 1 Tote, 4 Verletzte
6. November 2021 Ein 27-jähriger Syrer griff in einem Zug zwischen Regensburg und Nürnberg drei Passagiere mit einem Messer an. 3 Verletzte
4. Oktober 2020 Ein 20-jähriger Syrer attackierte in der Dresdener Altstadt zwei Männer mit einem Messer. Er gilt als Sympathisant des „Islamischen Staates“. 1 Tote, 1 Verletzte
27. April 2020 Anschlagsserie auf türkischstämmige Personen in Waldkraiburg durch einen 25-Jährigen, der sich selbst als IS-Anhänger bezeichnete 6 Verletzte
28. Juli 2017 Angriff mit einem Messer in einem Lebensmittelgeschäft in Hamburg; Tatverdächtiger gilt als Sympathisant des „Islamischen Staates“. 1 Tote, 6 Verletzte
19. Dezember 2016 Angriff mit einem Lkw auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin; der „Islamische Staat“ bekannte sich wenig später zu der Tat. 13 Tote, 61 Verletzte
24. Juli 2016 Sprengstoffanschlag durch Selbstmordattentäter in Ansbach; der Attentäter war mutmaßlich Sympathisant des „Islamischen Staates“, der den Anschlag für sich reklamierte. 1 Tote (Täter), 14 Verletzte
18. Juli 2016 Angriff mit Hieb- und Stichwaffe in einem Regionalzug bei Würzburg; der „Islamische Staat“ reklamierte den Anschlag für sich. 1 Tote (Täter), 5 Verletzte
14. Juli 2016 Passierte nicht in Deutschland, sondern in Nizza. Insgesamt 86 Tote und über 400 Verletzte [Q: Spiegel]. Davon wurden 3 Deutsche getötet [Q: Sueddeutsche] und 1 verletzt [Q: Deutschlandfunk]. 3 Tote, 1 Verletzt
16. April 2016 Sprengstoffanschlag auf einen Tempel der Sikh-Gemeinde in Essen; die Tatverdächtigen sind mutmaßliche Sympathisanten des „Islamischen Staates“. 3 Verletzte
26. Februar 2016 Messerattacke in Hannover auf einen Polizeibeamten; die Tatverdächtige ist Sympathisantin des „Islamischen Staates“. 1 Verletzte

Die Liste basiert auf der Ausführung des Verfassungsschutzes. Quelle: Verfassungsschutz Islamistische Anschläge

Linksextremismus - 2 Tote

Datum Ereignis Opferzahlen Tote
12. Juli 2014 Achtung, der Fall ist wenig aufgearbeitet und die Informationen sind unklar: Das Opfer (41) soll mit einer Reichskriegsflagge in der Hand am Nürnberger Hauptbahnhof gestanden haben, um ein Fußballspiel zu sehen. Der Punk Manfred F. (32) soll ihn dann aus einer Gruppe heraus gesehen und ihm ins Gesicht (möglicherweise gegen die Schläfe) geschlagen haben. Durch den Schlag sackte der 41-Jährige zu Boden und starb 5 Tage später. Im Prozess habe er keine Reue gezeigt, ein Gutachter habe ihm eine dissoziale Persönlichkeitsstörung sowie einen Mangel an Empathie attestiert, so die rechtspopulistische bis rechtsextreme Partei III. Weg. [Q: Nordbayern] [Q: III. Weg] [Q: FGEM] 1 Tote Nicht Bekannt (41)
6. Februar 2001 Als Leiter des Arbeitsamtes Verden wurde Herzberg von Werner Braeuner (46), einem Langzeitarbeitslosen, dem die Arbeitslosenhilfe gestrichen worden war, ermordet. Mit 26 Messerstichen in den Kopf. Zuvor hatte der Täter diesen als "Nazischerge" beschimpft. Während und nach der Tat sollen sich linke Gruppen mit ihm solidarisiert haben. Die Strafverfolgungsbehörden hatten dem Täter eine psychische Erkrankung unterstellt, er habe die Tat als politisch verstanden. In einem Bericht wird er als "undogmatischer Anarchist" bezeichnet. Das Urteil lautete auf Totschlag. [Q: Taz] [Q: Trend] [Q: FGEM] 1 Tote Klaus Herzberg (63)
1. April 1991 Als Präsident der Treuhandanstalt und SPD-Mitglied wurde er in seinem Haus von einem Heckenschützen ermordet. Seine ebenfalls getroffene Ehefrau überlebt schwerverletzt. Die linksterroristische Rote Armee Fraktion (RAF) bekannte sich zur Tat. [Q: Wikipedia] 1 Tote Detlev Karsten Rohwedder (58)
30. November 1989 Der politisch einflussreiche Vorstandssprecher der Deutschen Bank wurde durch ein Sprengstoffattentat ermordet. Die linksterroristische Rote Armee Fraktion (RAF) bekannte sich zu der Tat. [Q: Wikipedia] 1 Tote Alfred Herrhausen (59)

Es wurde eigenständig recherchiert und dabei ein Wiki-Eintrag gefunden, der verschiedene Fälle auflistet, diese wurden nach jeweils eigener Überprüfung (da kaum Quellen beigefügt waren) hier eingestellt.

Christlich - 8 Tote und 9 Verletzte

Datum Ereignis Opferzahlen Tote
9. März 2023 Das ehemalige Mitglied der Zeugen Jehovas, Philipp F., tötete nach seinem Austritt bei einer mutmaßlich aus Rache begangenen Amoktat mehrere Personen. Sein biblisch-esoterisches Weltbild soll maßgeblich zu seiner Radikalisierung beigetragen haben. Er schrieb ein 300-seitiges Buch, The Truth About God, Jesus Christ and Satan: A New Reflected View of Epochal Dimensions („Die Wahrheit über Gott, Jesus Christus und Satan: Eine neue reflektierte Sicht von epochalen Dimensionen“), in dem bibelfundamentalistische Elemente mit betriebswirtschaftlichen Begriffen kombiniert wurden. Auch seine Website vermischte religiöse und betriebswirtschaftliche Themen. Philipp F. deutete in seinem Buch die COVID-19-Pandemie und den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine als göttliche Strafen. Zwar tötete er nicht im Namen des Christentums, jedoch scheint diese Weltanschauung die Grundlage seiner Radikalisierung gewesen zu sein. [Q: Wikipedia]. 8 Tote, 9 Verletzte
Mitwirkende
Clarify Wiki Author: Jorit Vásconez Gerlach Jorit Vásconez Gerlach
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Diese Seite wurde zuletzt am 25. April 2025 um 20:03 Uhr bearbeitet.